Um das Jahr 1900 gab es in Sprendlingen vier Sportvereine. Einer davon wurde 1886 unter dem Namen „Turngesellschaft" gegründet. 
Am 19. April 1925 beschloss eine außerordentliche Generalversammlung der Turngesellschaft Sprendlingen, der Vorgängerin der SKG, "einstimmig" zwischen der Seilerstraße und Jahnstraße ein Grundstück von 2800 qm für einen Turnplatz zu erwerben. In 11 Abteilungen tummelten sich 420 Aktive, die in Gasthofsälen, auf gepachteten Wiesen in der Weilbornstraße und in anderen Quartieren ihren sportlichen und gesellschaftlichen Neigungen nachgingen. Zeitweise glich der Verein bei häufigem Wechsel der Vereinslokale mehr einem "Wanderzirkus", so dass der verständliche Wunsch nach einem eigenen Domizil immer stärker wurde.
Nach dem Vereinsbeschluss erfolgte die endgültige Besitzübergabe am 15. Oktober des gleichen Jahres. Sofort wurde der Platz eingezäunt und in Betrieb genommen. Der angedachte Bau eines Vereinshauses mit eventuell einer Turnhalle wurde angesichts von Finanzierungsproblemen für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.
Doch die Vereinsaktivitäten beeindruckten weite Kreise der Einwohnerschaft, ließen die Mitgliederzahlen  stark ansteigen  und führten bezüglich der Baumaßnahmen zu neuen Überlegungen.
Die Vereinsführung mobilisierte die Mitgliedschaft, die fast nur aus Handwerkern bestand, und in einem einmaligen nicht zu wiederholenden Kraftakt wurde schon 1926 das Vereinshaus gebaut und in Betrieb genommen. 1927 erfolgte der Bau der Sporthalle, die am 17. Dezember des gleichen Jahres noch eingeweiht werden konnte.
Hier verdient es besonders hervorgehoben zu werden, dass alle Arbeiten vollständig in Eigenhilfe ausgeführt wurden, ohne jede öffentliche Förderung. Das einzige finanzielle Zugeständnis des Gemeinderates bestand in dem Verzicht auf die sonst übliche Grunderwerbssteuer beim Kauf des Grundstückes. Die Finanzierung der notwendigen Materialbeschaffung erfolgte über den Verkauf von sogenannten Bausteinen (5 DM das Stück) an Mitglieder und Gönner.
Der "Arbeiterverein" mit starken sozialdemokratischen Tendenzen geriet 1933 ins Visier der neuen Machthaber und wurde sofort verboten. Erst 1945 konnte sich das unterbrochene Vereinsleben neu entwickeln. Da die amerikanische Militärregierung aber in Sprendlingen nur einen Verein erlaubte, schlossen sich unter dem Dach einer Sport- und Kulturgemeinschaft 10 Vereine zu neuer Betätigung zusammen. Später wurde allerdings die "Zwangsvereinigung wieder aufgehoben. Die Vereine konnten selbstverantwortlich ihre Ziele wieder verfolgen.
Das 100jährige Jubiläum der SKG-Sprendlingen legte 1986 Zeugnis ab von der beachtlichen Leistungsfähigkeit ihrer Abteilungen, die wegen des großen Zuspruchs wieder öffentliche Räumlichkeiten in Anspruch nehmen mussten.
Heute, in einem neuen Jahrhundert, genau 75 Jahre nach dem Erwerb des Turnplatzes, hat sich eine tatkräftige Vereinsführung entschlossen, in einer Grundsanierung der Gebäude verbunden mit einem Erweiterungsbau das Vereinsleben wieder auf die gebauten und renovierten Vereinsräumlichkeiten zu konzentrieren.
In einer großzügigen, neuzeitlichen und zukunftsweisenden Gestaltung präsentiert sich dem Besucher die gesamte Anlage. 

Chronik der SKG Sprendlingen / 1886-1934

Chronik der SKG Sprendlingen / 1945-1986

Chronik der SKG Sprendlingen ab 1987

Sign in with Google+
 

Sport- und Kulturgemeinschaft
von 1886 e. V. Sprendlingen
Seilerstraße 9-13, 63303 Dreieich

 

Telefon: 06103 - 604 666
Fax: 06103 - 604 667
Mail: info@skg-sprendlingen.de

 

Öffnungszeiten Geschäftsstelle:
Dienstag 10.00 bis 12.00 Uhr
Donnerstag 19.00 - 21.00 Uhr